La Mancha

Wo Don Quijote gegen Windmühlen kämpfte

Spätestens seit der Lektüre von Cervantes‘ Don Quijote wissen wir, dass das Landschaftsbild von La Mancha von kargem Boden und zahlreichen Windmühlen geprägt ist. Castilla-La Mancha liegt im südlichen Zentralspanien und schließt das Gebiet Valdepeñas im Süden mit ein. Die gesamte Region zeugt von einer lebendigen Geschichte des Weinanbaus.

Für den Export lag La Mancha in der Zeit des Transportes zu Pferde viel zu weit vom Meer entfernt. Auch in der näheren Umgebung gab es keine größeren Ansiedlungen, wo der Wein hätte verkauft werden können. Also wurde hier in früher Vergangenheit vorrangig einfacher Wein für die Landbevölkerung hergestellt. Als 1561 Madrid gegründet wurde, entstand ein idealer Absatzmarkt nur einen Tagesritt entfernt – und La Mancha‘s Weinbau entwickelte sich rasant voran. In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurden die Weinkellereien von auswärtigen Investoren zu den modernsten Europas ausgebaut. Dadurch erhielt der Bio-Weinanbau vor allem in dieser südlichen Region schnellen Einzug.

Die „rustikalen“ Trauben aus der zentralspanischen Hochebene fanden im Ausland sehr guten Anklang. Heute werden rund 70% der gesamten Weinproduktion aus La Mancha exportiert.