

Schwefel in Weinen
So wenig wie möglich, so viel wie nötig
Schwefel hat bei der Weinbereitung zwei wesentliche Funktionen inne: Zunächst hilft er gegen unerwünschte Oxidation, damit ein Braunwerden des Weins verhindert und die Haltbarkeit verlängert wird. Außerdem bietet Schwefel einen wirksamen Schutz gegen Bakterien und Mikroorganismen. Schwefeln ist also eine notwendige Konservierungs-, Stabilisierungs- und Hygienemaßnahme in der Weinproduktion.
Da Schwefeldioxid und Sulfite neben Gluten, Soja, Milch und Ei zu den zwölf Haupt-Allergenen gehören, sind besonders Allergiker auf einen möglichst niedrigen Schwefelgehalt angewiesen. Deshalb wird in Bio-Weinen so wenig Schwefel wie möglich, und nur so viel wie eben nötig eingesetzt. Stets so, dass die Qualität des Produktes nicht leidet.
In Europa gibt es strenge EU-Richtlinien für den im Wein zulässigen Gesamt-Schwefelgehalt („Schwefel total“). Für Bio-Weine gelten sogar noch strengere Grenzwerte – Denn hier sind nur 2/3 der Gesamt-Schwefelmenge erlaubt.
Übrigens: die zuweilen erwähnten Kopfschmerzen nach dem Weingenuss sind nicht auf den Schwefelgehalt, sondern auf Histamin zurückzuführen – ein biogenes Amin.





